in memoriam


Dr. Gerhard Charles Rump


24.02.1947 – 26.07.2020

Der geborene Europäer, gewissermaßen: Die Vorfahren stammen von überall her, zwischen Posen und Paris. 1947, kurz vor der Auflösung Preußens, in Bochum geboren, also älter als die Bundesrepublik, 1967 Abitur gemacht, mit einer fetten "6" in Mathematik. Dafür aber später die eigene "Vergangenheitsrechnung" publiziert... Bochum ist ganz hübsch, siehe Grönemeyer, und daher auch in Bochum studiert: Kunstgeschichte, Anglistik (Linguistik), Philosophie (Naturphilosophie) und hier und da mal etwas, in Bonn noch Anthropologie, aber nur gaaanz kurz. Promotion zum Dr. phil. nach acht Semestern (zwei Mal "Klebenbleiben" musste ja kompensiert werden!). Erster Job: Quereinsteiger als Fachreferendar an der Universitätsbibliothek Bochum. Dann Wiss. Ass. am "Kunsthistorischen Institut" der Universität Bonn. Als Studiker einer "neuen" Uni gab es wissenschaftlich Zoff mit den Traditionalisten am Rhein. Also: Seit 1983 freier Journalist (DIE WELT und "Rheinischer Merkur" plus "Bauchladen", also ein Strauß Regionalzeitungen), nebenbei Vermögens-berater, dann Kommunikations- und Marketingleiter beim deutschen Druk-kerhersteller "Tally". Bis dann der Anruf von der WELT kam. Seit 1994 bis 31.7.2010 Redakteur für den "Kunstmarkt" der WELT, und, da 1987 in Duisburg habilitiert, auch Privatdozent für Kunstwissenschaft an der TU in Berlin.